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Achtung: Insolvenzverschleppung und Pleitewelle bei Photovoltaikanbietern

Die Energiewende hat Deutschland in den letzten Jahren erheblich verändert, insbesondere im Bereich erneuerbare Energien und Photovoltaik. Doch während viele von einer nachhaltigeren Energiezukunft träumen, hat die Branche auch ihre Schattenseiten. Vor genau einem Jahr erreichte die Energiekrise ihren Höhepunkt, begleitet von Panikkäufen und explodierenden Preisen. Heute, ein Jahr später, sind viele unerfahrene Anbieter am Markt, und eine Katerstimmung breitet sich aus. In diesem Artikel beleuchten wir die Risiken wie Insolvenzverschleppung und Pleitewellen von PV-Anbietern und geben Tipps, wie man sich davor schützen kann.
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Rückblick auf die Energiekrise: Ein Jahr danach

Vor genau einem Jahr erreichte die Energiekrise in Deutschland ihren Höhepunkt. Getrieben von medialen Untergangsszenarien, explodierenden Strom- und Gaspreisen sowie der Angst vor einem „Blackout" grassierten Panikkäufe für Photovoltaiksysteme in ganz Europa. Die Preise stiegen auf über 40.000 Euro bis hin zu 50.000 Euro (!) selbst für kleinere Solarsysteme. Viele Anbieter profitierten kräftig von diesem Goldrausch. Die Chance auf das schnelle Geld rief aber auch tausende neue Anbieter auf den Markt. 

Doch ein Jahr später normalisiert sich der Markt, und eine Katerstimmung breitet sich aus. Viele unerfahrene Betriebe oder Selbstständige, die oft nur über eine eigene Website verkaufen, werden von der Realität eingeholt. Systeme wurden fehlerhaft installiert, Dächer tropfen und Hausanschlüsse sind beschädigt, und der Service lässt auch oft zu wünschen übrig. Kundinnen und Kunden sind wütend und enttäuscht. Verständlich, denn mittlerweile liegen die Preise für Energiesysteme bei 25.000 Euro und das für die technisch neueste TopCon und moderne Lithiumspeicher der neuen Generation. Die Leidensgeschichten der Geschädigten aus 2022 füllen die Kommentarspalten in Facebook-Gruppen. Immer mehr Anbieter, die auf aggressive Vertriebsmethoden setzen, brechen nun förmlich zusammen, und erste Betriebe gehen insolvent. 

Falls du darüber nachdenkst, ein Energiesystem mit Photovoltaik, Stromspeicher, Wärmepumpe, Wallbox und Energiemanagement anzuschaffen, solltest du auf drei entscheidende Punkte achten.

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1. Bonität, Gesellschafter und Größe des Photovoltaik-Anbieters

Es hilft, sich einen Überblick über die Zahlungsfähigkeit und das Profil des Anbieters zu verschaffen. Wer steht hinter dem Unternehmen? Wie ist es für die kommenden Jahre finanziell abgesichert? Ist öffentlich einsehbar, ob der Betrieb profitabel ist? Gibt es unabhängige Medienberichte über die Aufstellung und Finanzierung? 

Unternehmen wie Enpal oder EKD-solar stehen oft in der Kritik, aber im Gegensatz zu Kleinstbetrieben sind sie finanziell solide aufgestellt und bieten so mehr Sicherheit. Ähnliches gilt auch für 1KOMMA5°, zumal unser Unternehmen zusätzlich schuldenfrei und ausschließlich durch Eigenkapital finanziert ist. 

Eine weitere wichtige Frage ist: Ist die Nachfolge für die nächsten mindestens 10-20 Jahre sichergestellt? Denn auch wenn der Betrieb nur durch den Ruhestand vom Markt verschwindet, ist dieser dein einziger Ansprechpartner für Reparaturen, Erweiterungen und vor allem Garantieansprüche. Denn der Anbieter ist der Betrieb, der zum Beispiel das Vorliegen eines Garantiefalles prüft und für dich abwickelt. In Märkten wie Australien oder den USA haben 50% aller Kundinnen und Kunden in den ersten 5 Jahren den Anbieter verloren und kämpfen nun selbst mit Konzernen aus Chinas um ihre Garantieansprüche.

2. Prüfe die Erfahrung des Photovoltaik-Anbieters

Ein führendes Unternehmen sollte mindestens 10.000 Energiesysteme (oder mehr) installiert haben, über mehrere Jahre Erfahrung in der Branche verfügen und die Anzahl seiner festangestellten Mitarbeiter kann ebenfalls ein Indikator für Seriosität sein. Diese Faktoren zusammen bieten eine solide Grundlage, um beurteilen zu können, ob das Unternehmen auch den Service und die Kundenbetreuung für bestehende Anlagen erfolgreich bewältigt.

Es ist von Vorteil, wenn große Unternehmen oder Investoren investiert sind, da sie in schwierigen Zeiten Stabilität und Sicherheit bieten können. Aber auch die Erfahrung und Positionierung der Investoren ist für den Betrieb von essentieller Bedeutung. 

Bei einem Handwerker kann der Anbieter schon schlicht durch den Ruhestand verschwinden und damit dein Ansprechpartner für z.B. bei der Abwicklung von Garantien. Gerade gegenüber Herstellern aus Asien ist das ohnehin schon schwer genug. Ohne den Anbieter an deiner Seite wird es aber schnell unmöglich und dann ist die Produktgarantie das Papier nicht wert, auf dem sie steht.

3. Akzeptiere keine Vorkasse oder hohe Anzahlungen von Photovoltaik-Anbietern

Einige Anbieter am Markt senken die Preise stark, um Waren aus den überfüllten Lagern mit B-Ware aus China frei zu schlagen. Denn sie benötigen dringend die hier gebundene Liquidität. Dabei nutzen diese Betriebe oft sogenannte Vorkasse Modelle. Damit können sie sich vorab bereits einen Großteil des Kaufpreises zur Beschaffung und Sicherstellung der eigenen Liquidität einverleiben. Es ist mittlerweile branchenüblich, dass seriöse Anbieter auf eine Anzahlung verzichten. Daher sollte hier besonders aufgehorcht werden, da dieses Geld im Falle einer Insolvenz verloren gehen kann.

Fazit: Aufgepasst bei der Anbieterwahl für Photovoltaik!

Denn was die meisten Käufer unterschätzen ist, dass mit dem Installationsbetrieb, der durch Insolvenz oder Ruhestand verschwindet, auch der einzige Ansprechpartner verschwindet, wenn es um Service, Reparaturen oder Garantieansprüche in den nächsten 20 Jahren geht. Also unbedingt Augen auf bei Branchenfremden, Selbständigen oder auch Betrieben ohne eigene Handwerker, die in den nächsten Jahren schon durch die fehlende Nachfolge verschwinden werden.

Liebe Grüße 
Euer Philipp Schröder

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