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Teure Wärmepumpen: Das Mietmodell als Lösung?

Wärmepumpen sind die Zukunft der Heizungstechnik. Für die Einhaltung unserer Klimaziele sind sie unverzichtbar. Sie nutzen die immer verfügbare Umweltwärme anstelle von Öl oder Gas und machen uns damit unabhängig von den großen Exporteuren dieser begrenzten Rohstoffe. Dadurch sind wir auch nicht länger den allgegenwärtigen Preissteigerungen ausgesetzt, für die angesichts der Endlichkeit dieser Ressourcen noch lange kein Ende abzusehen ist. Doch die Anschaffung einer Wärmepumpe ist kostspielig. Ähnlich wie zuvor beim Auto versuchen Anbieter nun, Mietmodelle zu etablieren, die auf den ersten Blick mit günstigen Konditionen locken. Aber der Schein trügt.
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Wie wirtschaftlich ist die Miete gegenüber dem Kauf?

Verschiedene unabhängige Tests, und nicht zuletzt eine Untersuchung der Verbraucherzentrale, zeigen, dass sich das Mieten einer Wärmepumpe oder PV-Anlage maximal bei einem sehr kurzen Zeithorizont lohnt – auf lange Sicht ist das Mietmodell wirtschaftlich immer die schlechtere Variante. Das bringt Verbraucherinnen und Verbrauchern jedoch auch auf kurze Sicht nicht viel, denn diese Angebote sind in allen uns bekannten Fällen mit sehr langen Vertragslaufzeiten verbunden. 

Eine monatliche Miete von beispielsweise 200 Euro hört sich zunächst nach wenig an. Zahlt man diese jedoch über einen Zeitraum von 15 Jahren, ergibt sich eine gigantische Summe, nach der man trotzdem nicht Eigentümer des Geräts ist.

Hinzu kommen undurchsichtige und intransparente Kosten, etwa wenn es um die Weitergabe von Fördergeldern durch den Anbieter geht. Die mit einer Wärmepumpe mögliche Autarkie geht auf diesem Weg ebenfalls verloren.

Lange Vertragsbindung statt Autarkie?

Wärmepumpen und PV-Anlagen sind nicht nur geniale technische Errungenschaften, die es uns ermöglichen, CO2 einzusparen und somit unseren Beitrag für eine klimafreundliche Aufstellung unserer Gesellschaft zu leisten: Diese Systeme verbindet auch die Eigenschaft, Verbraucherinnen und Verbrauchern in ihrer Energieversorgung eine Autarkie zu ermöglichen, die früher undenkbar gewesen wäre. 

Wir sind heute imstande, unsere Wohnhäuser dahingehend zu modernisieren, dass wir kaum noch von externen Stromversorgern, deren Preisschwankungen und den dahinterstehenden Großölkonzernen und Gasriesen abhängig sind. Eine Freiheit also, die uns nicht nur Geld und CO2 Emission spart, sondern uns auch Unabhängigkeit bietet. 

Warum also sollten wir diese Unabhängigkeit hin zum Hersteller oder Vertreiber der Wärmepumpe oder der PV-Anlage verlagern und dabei obendrein noch draufzahlen? 

Lange Laufzeiten: Die Laufzeiten der Verträge variieren von Anbieter zu Anbieter. Üblich sind jedoch mindestens 10 Jahre - häufig sind es auch 20.

Was passiert mit Fördergeldern bei der Miete?

Sofern du als Kunde alle Kriterien für die staatliche Förderung einer Wärmepumpe erfüllst, hast du auch als Mietkunde alle Ansprüche auf Förderung. Das Problem: Die Gelder fließen zunächst an denjenigen Anbieter, bei dem das Mietangebot wahrgenommen wird. Zwar ist dieser verpflichtet, diese Einsparungen an die Kundinnen und Kunden weiterzugeben, die vergleichsweise undurchsichtige Preisgestaltung eines Mietangebots macht es jedoch möglich, das Geld an anderer Stelle einfach aufzuschlagen. Denn die monatliche Mietsumme ist kein Betrag, der sich eindeutig aus allen Leistungen und Geräten ergibt, sondern eben einer, der vom Anbieter für das Gesamtpaket festgelegt werden kann. Ähnlich wie bei einer Autovermietung bleibt dabei schleierhaft, weswegen beispielsweise das gleiche Automodell bei Anbieter B 35 Prozent teurer zu mieten ist als bei Anbieter A.

Diese Intransparenz entfällt beim Kauf einer Wärmepumpe und Kundinnen und Kunden können bis auf den Euro genau nachvollziehen, wo die Fördergelder landen.

Was passiert mit einer gemieteten Wärmepumpe oder PV-Anlage beim Hausverkauf?

Wer sich überlegt, sein Haus mit einer Wärmepumpe oder gleich einer ganzen Systemlösung inklusive PV-Anlage, Stromspeicher und Co auszustatten, wird in der Regel davon ausgehen, längerfristig in diesem Haus wohnen zu bleiben. Es gibt jedoch eine Vielzahl an Gründen, mit denen nicht immer zu rechnen ist, die einen Auszug und den Verkauf der Immobilie nach sich ziehen können. Von der Scheidung über den Umzug wegen eines neuen Jobs bis hin zu verschiedenen sich verändernden Lebenssituationen, mit denen man nicht immer rechnet: Viele von uns können nicht mit Sicherheit sagen, wie lange sie in einer Immobilie wohnen werden. Doch was passiert eigentlich mit einer gemieteten Wärmepumpe und ggf. der dazu gemieteten PV-Anlage und allem, wenn ich mein Haus verkaufen muss? 

Auf diese Frage liefern viele der Anbieter keine eindeutige Antwort und ein genaues Hinschauen beim Vertrag lohnt sich für den Fall der Fälle sehr! Denn dass ein potenzieller Käufer einen solchen Vertrag übernehmen möchte, ist nicht gesagt. Die Folgen: Je nachdem, was im Mietvertrag geregelt ist, muss die gesamte Anlage wieder abgebaut werden. Dass man dabei noch auf den Rückbaukosten sitzen bleibt, ist nicht unwahrscheinlich und Verbraucherinnen und Verbraucher sollten genau hinsehen, inwieweit ein (vorzeitiges) Rauskommen aus diesen Verträgen überhaupt möglich ist und wenn ja, welche Kosten dabei anfallen. Nicht selten verlangen Anlagenvermieter auch Einsicht in das Grundbuch des Gebäudes

Keine Miete, kein Barkauf: Was bleibt?

Doch zurück zur Ausgangslage: Eine Wärmepumpe oder gleich ein Komplettsystem stellen Verbraucherinnen und Verbraucher vor eine immense Investition, die nicht für alle von uns umgehend stemmbar ist. Wir sind jedoch fest davon überzeugt, dass sich diese Anschaffungen mittel- bis langfristig für jedes Eigenheim lohnen und sich die hohen Investitionskosten mit genügend Zeit über Einsparungen bei den Heizungskosten wieder reinholen lassen. 

Der Impuls zum kurzfristig günstig scheinenden Angebot ist dabei nachvollziehbar, jedoch vom wirtschaftlichen Standpunkt aus schlichtweg keine gute Idee. Für diesen Fall bieten Banken und Kreditinstitute das passende Angebot für jeden Haushalt und auch, wenn man die Zinsen mit einbezieht, bleibt diese Variante wirtschaftlich vor dem Mietangebot die bessere Wahl. In diesem Szenario wird man obendrein Eigentümer der Anlage - braucht sich also keine Gedanken über eine lange Vertragsbindung machen und erlebt wirkliche Autarkie.

Amortisationszeit: Ab welchem Zeitpunkt rechnet sich eine Wärmepumpe?

Die Amortisationszeit gibt an, ab welchem Punkt sich der Kauf einer Wärmepumpe wirtschaftlich rentiert hat. Hierbei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, die man sich im Detail anschauen sollte, da sie lokal sehr abweichend ausfallen können und zudem davon abhängig sind, in was für ein Gesamtsystem eine Wärmepumpe eingebunden ist. 

Grundsätzlich kann man sagen, dass sich eine Wärmepumpe bereits nach 8 Jahren rentieren kann. Potenziell also deutlich weniger als die langen Vertragslaufzeiten der Miete von 15 oder gar 20 Jahren. Die folgenden Faktoren sind jedoch so individuell, dass sich das nicht verallgemeinern lässt. Bei der Erstellung eines konkreten Angebots kann mit konkreten Daten gerechnet werden. 

Anschaffungskosten: Auf der Ausgabenseite sind das zunächst die Anschaffungskosten. Eine große Investition am Anfang verlängert tendenziell den zeitlichen Rahmen, wobei ein möglichst effizientes Gerät auf dem neuesten Stand der Technik gleichzeitig in der Lage ist, schneller mehr Geld beim Heizen einzusparen. 

Energieeffizienz: Effizientere Wärmepumpen können mehr Energie einsparen und die Amortisationszeit verkürzen. Die Effizienz wird außerdem davon beeinflusst, wie gut das entsprechende Haus gedämmt ist. 

Klima und Heizgewohnheiten: In Regionen mit längeren Heizperioden oder höheren Heizanforderungen kann sich die Wärmepumpe schneller amortisieren.

Nutzereinfluss: Auch unser Verhalten als Nutzer hat einen großen Einfluss auf die Heizkosten. Ähnlich wie bei konventionellen Heizsystemen auch, macht es einen großen Unterschied, ob ich die Räume auf 20 oder 25 Grad heize oder etwa, wie hoch mein Warmwasserverbrauch ausfällt.

Energiepreise: Die Höhe der Energiekosten für fossile Brennstoffe wie Gas oder Öl, die Sie ersetzen wollen, spielt eine Rolle bei der Berechnung der Einsparungen durch die Wärmepumpe. Ebenso die Stromkosten, weil die Wärmepumpe für den Betrieb ebenfalls Strom benötigt. An dieser Stelle lohnt sich der Blick auf eine ganze Systemlösung statt „nur“ der Wärmepumpe. Denn die Zufuhr von günstigem Strom holt aus der Wärmepumpe wirtschaftlich das Maximum heraus. Mit einer modernen Systemlösung ist es beispielsweise möglich, die Wärmepumpe fast ausschließlich mit Strom aus der eigenen PV-Anlage zu betreiben, der durch einen Strompeicher auch dann zur Verfügung steht, wenn diese gar keinen Strom produziert. 

Mit einem intelligenten Energiemanager wie Heartbeat wird außerdem gewährleistet, dass die Wärmepumpe, wenn nicht über die PV-Anlage, mit dem günstigst möglichen Strom vom Strommarkt betrieben werden kann, sodass man mit seiner Wärmepumpe etwa auch von günstigem Windstrom profitieren kann. So ist Heartbeat in der Lage, die Amortisationszeit der Wärmepumpe durch cleveres Energiemanagement erheblich zu reduzieren. 

So kann ein gigantischer Autarkiegrad von über 80 Prozent erreicht werden. Dabei ist dein langfristiges Einsparpotenzial um ein Vielfaches größer als das einer isolierten Wärmepumpe, die dauerhaft mit teurem Netzstrom betrieben wird.

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