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Kosten sparen mit einer Wärmepumpe im Altbau: Gelingt das?

Klimafreundlich heizen und dabei sinnvoll Kosten reduzieren? Ja, mit der richtigen Wärmepumpe ist das oft auch im Altbau möglich. Wir sagen dir, was du zum Umstieg im Bestandsgebäude wissen musst – und was du bereits bei der Planung bedenken solltest.
Aktualisiert am
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7 min

Das Wesentliche in Kürze

  • Grundsätzlich eignet sich eine Wärmepumpe für den Altbau gut. Doch nicht jedes Gebäude erfüllt die gleichen Voraussetzungen. Dämmung, Vorlauftemperatur, Alter des Hauses und Art des Grundstücks entscheiden darüber, wie effektiv das Gerät de facto arbeitet.

  • Die Integration der Wärmepumpe in den Altbau-Bestand bedarf daher vorab einer genauen Analyse und Eignungsprüfung. Dabei gilt es unter anderem durch Fachleute zu klären, wie es um den Zustand des Hauses bestellt ist.

  • Ob Erdwärme, Luft-Luft- oder Luft-Wasser-Wärmepumpe: Die Spanne der Kosten ist generell groß, auch bei einer Nachrüstung im Altbau. Sie liegen je nach Anbieter in einem Bereich von 9.000 € bis 50.000 €, inklusive erforderlichem Zubehör – umfangreiche Förderungen sind möglich.

  • Wer überlegt, ein alte Heizung gegen eine Wärmepumpe auszutauschen, sollte genau durchrechnen. Eine Wärmepumpe lohnt sich besonders, wenn sie eine hohe Jahresarbeitszahl (JAZ) von mindestens 3 aufweist.

Vorwärts denken: Was spricht generell für eine Wärmepumpe im Altbau?

Die schwankenden Gaspreise entpuppen sich als unkalkulierbares Risiko, auch bei den Heizkosten. Fossile Energieträger geraten in der sich verschärfenden Klimakrise zunehmend in Verruf. Gleichzeitig erleben umweltfreundliche Wärmepumpen einen regelrechten Boom: Ihr Absatz ist allein in  Deutschland von 2022 bis 2023 wiederholt um mehr als 50 % gestiegen.

Wirkungsgrad & JAZ überzeugen

Ein starkes Argument: Im Vergleich zu Gas- oder Ölheizungen lassen sich mit einer Wärmepumpe bis zu 30 Prozent an Energiekosten sparen

Weiterhin bestechen sie durch einen vergleichsweise sehr guten Wirkungsgrad: Eine klassische Gasheizung benötigt etwa genauso viel externe Energiezufuhr, wie sie Wärme ausgibt. Das entspricht nahezu 100 Prozent. Eine moderne Wärmepumpe schafft die drei- bis fünffache Menge – gibt also im Direktvergleich 300 bis 500 Prozent Wärme (im Sommer) oder Kühlung (im Winter) ab. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer hohen Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3 bis 5.

Integrieren einer Wärmepumpe in dein Zuhause – Voraussetzungen und Vorgehen

Gute Rechnung macht den Meister: Das alles klingt bisher gut und schön. Doch nur der Einzelfall zeigt, ob sich der Einbau einer Wärmepumpe bei dir wirklich rechnet. Entscheidend ist ein geringer Wartungsaufwand. Um zu wissen, ob dieser gegeben ist, solltest du unbedingt zunächst einige Kennzahlen ermitteln.

1. Gute Dämmung des Gebäudes sicherstellen

Wichtig: Nicht jeder Altbau ermöglicht den lohnenswerten Einbau einer Wärmepumpe. Schau daher genau, inwiefern die Hausdämmung ausreicht (insbesondere im Keller sowie unter dem Dach), wie groß das Heizungssystem ist – und in welchem Zustand der bisherige Heizkörper ist. Eventuell ist eine nachträgliche bessere Dämmung erforderlich.

Warum? Je besser deine Räume gedämmt sind, desto weniger Energie entweicht durch Türen, Fenster und Spalten. Und umso weniger musst du letztlich heizen.

Doch Dämmung allein ist bei weitem nicht alles und keinesfalls allein ausschlaggebend. Die folgenden zwei Faktoren stehen mit dem Dämmstandard in unmittelbarer Verbindung …

2. Niedriger Heizenergiebedarf des Gebäudes

Bevor du eine Wärmepumpe in ein Bestandsgebäude integrierst, solltest du den Energiebedarf des gesamten Gebäudes analysieren. Der Heizenergiebedarf definiert, wie viel Heizenergie dein Zuhause auf die Gesamtfläche bezogen erfordert. Dabei gilt: Je weniger, umso besser für die Wärmepumpe.

Stelle dir also vorab die Frage: Wie viel Wärme wird über das Jahr gerechnet bei dir gebraucht? Basierend auf diesen Daten wählst du das geeignete Gerät.

3. Der Joker: eine geringe Vorlauftemperatur

Luft-Luft-Wärmepumpe, Erd-Wärmepumpe oder Luft-Wasser-Wärmepumpe: Wichtig ist definitiv auch niedrige Vorlauftemperatur. Damit ist die Temperatur des Heizwasser gemeint, mit der ein Heizkörper erwärmt wird. Umso geringer diese ist, umso besser (genau wie beim Heizenergiebedarf). 

Das Optimum der Vorlauftemperatur einer Wärmepumpe liegt im Bereich von 30 bis 35 Grad. Beträgt sie mehr als 55 Grad, nimmt in die Effizienz derart stark ab, dass der Betrieb der Wärmepumpe dauerhaft zu kostenintensiv wird. Das ist bei einigen älteren Häusern mit Baujahr vor 1977 der Fall (Zeitpunkt der 1. Wärmeschutzverordnung).

Mini-Exkurs: Welchen Einfluss hat das Alter des Hauses?

Das wiederum führt unweigerlich zum Thema Dämmung. Folgender Kompass hilft zur Orientierung

  • Ist dein Haus deutlich früher als in den 1970er Jahren gebaut, erfordert es womöglich sehr große Investitionen vor dem Einbau einer Wärmepumpe (teuere nachträgliche Dämmung).

  • Ist dein Haus ab 1977 nach 1. Wärmeschutzverordnung errichtet, wird das Ganze deutlich leichter. Hier sollten sich einfache Nachdämmungen an Fenstern, im Keller und am Dach recht einfach realisieren lassen. Ideal für den Wärmepumpenbetrieb!

  • Spätere Zeitpunkte bedeuten einen stets höheren Dämmstandard. Du hast - wenn überhaupt - kaum Extrakosten für weitere Nachrüstungen zu befürchten.

4. Parkplatz nach Maß: Standortbestimmung

Nicht jeder Ort eignet sich gleich gut: Die Wärmepumpe muss im Bestandsgebäude optimal unterkommen. Entscheidend sind die räumlichen Dimensionen sowie der Schallpegel bzw. die Geräuschkulisse des Geräts. Ist genügend Platz und dringt kaum Lärm nach draußen, stehen die Sterne gut.

5. Installation der Wärmepumpe durch Experten

Passt alles, geht’s endlich an den Aufbau: Lass die von dir gewählte Wärmepumpe zwingend von einem Fachbetrieb durchführen. Professionelle Handwerker sorgen für notwendige (und ordnungsgemäße) Anschlüsse und Verbindungen zwischen der Wärmepumpe und dem Heizsystem des Gebäudes.

6. Auf Los geht’s los: Inbetriebnahme

Demnächst ist die Wärmepumpe für dich startbereit: Nun werden alle Einstellungen und Parameter der Wärmepumpe auf die Gegebenheiten des Bestandsgebäudes final angepasst. 

7. Wartung und Pflege

Unverzichtbar im Dauerbetrieb: Dank professioneller Wartung und Pflege in regelmäßigen Abständen verlängert die Lebensdauer deiner Wärmepumpe sich erheblich. Das ist ein nicht zu unterschätzender Faktor: Das Gerät bringt dir durch gute Wartung nicht nur konstant hohe Leistung (und damit zuverlässige Wärme oder Kühlung) – sondern spart auch bares Geld für vermeidbare Reparaturen.

Durch eine gründliche Reinigung der Wärmetauscher und Filter wird die Leistungsfähigkeit der Wärmepumpe optimiert. Das wiederum stellt einen reibungslosen Betrieb sicher. Auch die Überprüfung der Kältemittelmengen und des Drucks ist von großer Bedeutung, um mögliche Schäden frühzeitig zu erkennen und ihnen rechtzeitig vorzubeugen.

Vor der Installation: Braucht es zwingend eine Sanierung im Haus?

Die kurze und richtige Antwort lautet: Nein, eventuelle Sorgen sind hier unbegründet. Jede Wärmepumpe lässt sich auch in unsanierten Altbauten installieren und später energetisch nachrüsten. Zumindest gilt das in den meisten Fällen.

Durch die Reduzierung der Vorlauftemperatur sowie den Austausch von Heizkörpern und Fenstern wird die Wärmepumpe besonders effizient. (Die Gründe dafür haben wir weiter oben erläutert.)

Denn: Moderne Wärmepumpen zeigen eine hohe Flexibilität und können rasch auf unterschiedliche Anforderungen reagieren. Zahlreiche Modelle sind mit der Inverter-Technologie ausgestattet, welche eine unkomplizierte Regelung der Leistung ermöglicht.

Kosten für die Wärmepumpe: Bisheriges Heizsystem ist entscheidend

Der finanzielle Aufwand für eine Wärmepumpe hängt im Altbau von einer ganzen Reihe an Faktoren ab, die sich unmittelbar auf das Gesamtergebnis der Investition auswirken. Dafür spielen wir zwei typische Ausgangssituationen durch:

  1. Planst du eine in die Jahre gekommene Ölheizung auszutauschen, wirst du mit höheren Summen konfrontiert sein als bei einer Gasheizung. Letztere verursacht durch die Demontage alter Öltanks zusätzliche Kosten, die du nicht außer Acht lassen solltest.

  2. Falls du im Altbau eine bestehende ältere Wärmepumpe ersetzen magst, kommst du meist günstiger. Der Grund: Das bisherige Heizsystem ist weiterhin nutzbar und in der Regel enorm langlebig – es erfährt „nur” ein Update. Die Wärmequelle selbst ist ebenfalls bereits erschlossen. Zusätzliche Baumaßnahmen sind in aller Regel nicht erforderlich.

Durchgerechnet: Von welchem Gesamtbetrag kann ich ausgehen?

Vorab: Eine pauschale Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Warum das so ist, lernst du in den nächsten Minuten. 

Zum Einen fallen stets einmalige Kosten (Anfangsinvestitionen) für die Wärmepumpe im Altbau an. Dazu zählen: 

  • Kosten für Planung

  • Beratung

  • eventuelle Demontage alter Heizkörper

  • Installation des neuen Systems, mit Zubehör

  • mögliche Bohrarbeiten (bei Erd-Wärmepumpen)

Das ist die eine Seite der Medaille. Zum Anderen entstehen dauerhaft wiederkehrende, jedoch niedrige Betriebskosten, wie diese:

  • Geringer Stromverbrauch

  • Wenige Wartungsarbeiten

  • Verschleißbedingte Reparaturen

So unterscheiden sich die Kosten je nach Wärmepumpen-Typ

Expert:innen empfehlen im Rahmen der Nachrüstung im Bestand oftmals die Luft-Wasser-Wärmepumpe, weil sie unter allen gängigen Marktoptionen die geringsten Kosten aufweisen. Erdarbeiten entfallen, der Arbeits- und Zeitaufwand reduziert sich damit. Zugleich geht die Integration in einen bestehenden Altbau am schnellsten.

Für Bestandsgebäude können sich – je nach Bodenbeschaffenheit, Grundstücksbedingungen oder persönlicher Vorliebe – auch Erd-Wärmepumpen gut eignen. Hier wird die Anschaffung von Erdsonden oder Flächenkollektoren erforderlich, was wiederum zu Mehrkosten führt. Ähnliche Kosten entstehen bei der Entscheidung für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe.

Wärmepumpen-TypKostenbereich, im Durchschnitt
Luft-Wasser-Wärmepumpe 9.000 - 30.000 €
Luft-Luftwärmepumpe 9.000 - 30.000 €
Erdwärmepumpe 14.000 - 35.000 €

Auch im Altbau günstiger: Wärmepumpe mit PV-Anlage nutzen

Noch effizienter (und damit insgesamt preiswerter) wird die Kopplung der Wärmepumpe an eine PV-Anlage samt Stromspeicher. So kann die Wärmepumpe mit umweltfreundlichem, erschwinglichem Strom betrieben werden. Das bedeutet: Wärme, Kühlung und grüne Energie nach Bedarf – weitestgehend unabhängig vom Strommarkt.

Fazit: Ab wann lohnt sich eine Wärmepumpe im Bestand?

Kosten sparen und gleichzeitig klimaverträglich mit Wärme umgehen: Die Wärmepumpe stellt oftmals auch im Altbau eine hervorragende Option dar. Sie führt in der Regel zu niedrigen Betriebskosten bei einer hohen Jahresarbeitszahl. Doch du solltest unbedingt den Dämmstandard, Vorlauftemperatur und Heizenergieverbrauch deines Hauses berechnen – und erst dann entscheiden.

Dafür kannst du aus einer Vielzahl von verfügbaren Gerätetypen wählen, um deine individuellen Bedürfnisse und Anforderungen zu erfüllen. Der Klassiker ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe.

Wie gesagt: Denke daran, eine gründliche Planung und Analyse der Gebäudeeigenschaften durchführen zu lassen, um ein effizientes System zu gewährleisten. 

Nutzt du die staatliche Förderung und integrierst eine Photovoltaik-Anlage, lassen sich die Einmal- und Bestandskosten zudem senken. Passt alles? Wunderbar. Das spricht dafür, dass du auf Dauer mehr Geld mit einer Wärmepumpe im Vergleich zu einer klassischen Gas- oder Ölheizung sparst. Und die Natur freut es auch!

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