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Immer häufiger Negative Strompreise: Ursachen, Auswirkungen und Chancen

Erfahre alles über negative Strompreise, ihre Entstehung und die Auswirkungen auf unser Stromnetz. Wir erklären, warum diese ungewöhnlichen Marktbedingungen auftreten, welche Rolle erneuerbare Energien dabei spielen, wie oft negative Strompreise auftreten und wie Verbraucherinnen und Verbraucher davon monetär profitieren können.
Aktualisiert am
Lesezeit
7 min

Das Wesentliche in Kürze

  • Negative Strompreise entstehen, wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt.

  • Hauptursachen sind hohe Einspeisemengen durch Wind- und Solarenergie.

  • Verbraucher können profitieren, wenn sie ihren Verbrauch in Zeiten negativer Preise verlagern.

  • Flexibilität und Speicherkapazitäten sind entscheidend für die Nutzung negativer Preise.

Was sind negative Strompreise?

Negative Strompreise treten auf, wenn Stromerzeuger Verbrauchern Geld zahlen, um überschüssigen Strom abzunehmen. Diese ungewöhnliche Marktbedingung entsteht, wenn das Angebot an Strom die Nachfrage übersteigt und keine ausreichenden Speicherkapazitäten vorhanden sind. Negative Strompreise sind vor allem eine Folge der steigenden Einspeisung erneuerbarer Energien wie Wind- und Solarstrom, die wetterabhängig und oft unvorhersehbar sind. In solchen Situationen ist es für die Erzeuger günstiger, den Strom quasi zu verschenken, als die Produktion abrupt zu drosseln oder Anlagen abzuschalten​.

Die Rolle der Strombörse

Der Großhandelspreis für Strom wird auf verschiedenen Strombörsen festgelegt. Die wichtigsten Märkte sind der Day-Ahead- und der Intraday-Markt. Der Day-Ahead-Markt handelt mit Stromlieferungen für den nächsten Tag und ermöglicht eine gewisse Planbarkeit für Erzeuger und Verbraucher. Am Intraday-Markt wird innerhalb desselben Tages gehandelt, was Flexibilität bietet, um kurzfristige Schwankungen in Angebot und Nachfrage auszugleichen. Negative Preise entstehen oft auf dem Intraday-Markt, wenn plötzlich mehr Strom ins Netz eingespeist wird, als verbraucht werden kann.

Wie entstehen negative Strompreise?

Negative Strompreise entstehen, wenn das Stromangebot die Nachfrage an der Börse übersteigt und keine ausreichenden Speicherkapazitäten vorhanden sind. Dies passiert häufig durch die Einspeisung von erneuerbaren Energien wie Wind- und Solarstrom, die wetterabhängig und schwer vorhersehbar sind. Ein wesentlicher Unterschied zwischen konventionellen Kraftwerken und erneuerbaren Energien liegt in ihrer Flexibilität. Konventionelle Kraftwerke wie Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerke können ihre Stromproduktion relativ flexibel an die Nachfrage anpassen. Stromproduzenten können die Produktion erhöhen oder reduzieren, um das Gleichgewicht im Stromnetz zu halten, was für die Netzstabilität und Versorgungssicherheit entscheidend ist. Im Gegensatz dazu produzieren erneuerbare Energien Strom abhängig von den Wetterbedingungen und können nicht einfach abgeschaltet oder hochgefahren werden.

Sonne Wind negative Strompreise

Die Grafik zeigt, wie die Produktionsspitzen der Erneuerbaren Energien auf den Strompreis drücken. Wird mehr Strom produziert, als abgenommen werden kann, entstehen negative Strompreise.

Bei starker Sonneneinstrahlung oder hohen Windgeschwindigkeiten kann es zu einer Überproduktion von Strom kommen, besonders wenn die Nachfrage gering ist, wie an Wochenenden oder Feiertagen. Diese Überproduktion führt zu einem Überangebot im Stromnetz, was negative Strompreise zur Folge hat. In solchen Fällen sind die Erzeuger bereit, Geld zu zahlen, um ihren überschüssigen Strom loszuwerden und das Netz zu entlasten.

Wann ein Negativpreis für Strom entsteht

Negative Strompreise treten häufig an Wochenenden, Feiertagen oder in den frühen Morgenstunden auf, wenn die Nachfrage gering ist. Diese Zeiten fallen oft mit hoher erneuerbarer Erzeugung zusammen, wodurch das Stromnetz überlastet wird und die Preise ins Negative fallen. Allgemein folgen negative Preise der Logik von Angebot und Nachfrage. Sie sind also immer dann wahrscheinlich, wenn viel Strom durch hohes Wind- oder Sonnenaufkommen produziert und gleichzeitig wenig Strom abgenommen wird​.

Es kommt immer häufiger zu negativen Strompreisen

Negative Strompreise treten in Deutschland immer häufiger auf. Laut dem Handelsblatt gehen Experten davon aus, dass sich dieser Trend weiter verstärken wird, da immer mehr Solar- und Windstrom zugebaut wird. Diese Annahme scheint sich im laufenden Jahr bereits zu bestätigen: Während es 2023 über das gesamte Jahr nur 301 Stunden mit Negativpreisen gab, waren es laut Handelsblatt allein zwischen dem 9. und dem 19. Mai 2024 gleich 54 Stunden. Im Mai 2024 gab es insgesamt 78 Stunden mit negativen Strompreisen, deutlich mehr als im April mit 50 Stunden​.

Verbraucher können von diesen Preisen profitieren!

Verbraucher oder auch Unternehmen können von negativen Strompreisen profitieren, indem sie ihren Verbrauch in Zeiten verschieben, in denen die Preise negativ sind. Das ist jedoch nur möglich, wenn flexible Verbrauchsmöglichkeiten oder Speichertechnologien vorhanden sind. Dynamische Stromtarife sind Tarife, die sich nach den aktuellen Marktpreisen richten. Sie ermöglichen es, von niedrigen oder negativen Preisen zu profitieren, denn anders als beim herkömmlichen Tarif kann der Verbrauch im Zusammenspiel mit einem Smart-Meter beinahe in Echtzeit erfasst und abgerechnet werden. Ein regulärer Stromtarif, wie er in Deutschland noch die Regel ist, kennt nur einen festen Arbeitspreis. Die Höhen und Tiefen des Strompreises können mit einem konventionellen Vertrag also nicht genutzt werden​.

Strompreiskurve mit negativem Strompreis

Die Grafik zeigt eine typische Strompreiskurve über den Tag: Während der Strompreis beim konventionellen Tarif konstant hoch ist, können Kundinnen und Kunden mit Dynamischem Tarif von niedrigen und sogar negativen Strompreisen profitieren.

Auch Energiespeicher, Solarstromspeicher und andere Speichertechnologien können überschüssigen Strom aufnehmen und später nutzen. Allerdings kann man als Privatnutzer nur vom niedrigen Preis profitieren, wenn die nötige Infrastruktur zuhause vorhanden ist: Also ein Smart-Meter und außerdem ein dynamischer Stromtarif.

Abermals größer wird das Sparpotenzial, wenn man solche Verbrauchseinrichtungen mit einem sogenannten Home Energy Management System (HEMS) verbindet. Die KI hinter Geräten wie Heartbeat ist dann im Stande, Wetter-, Strompreis- und Verbrauchsprognosen zu analysieren und auf dieser Grundlage clevere Energie-Entscheidungen zu treffen. Das System weiß also genau, wann die Strompreise günstig sind oder sein werden - vielleicht sogar ins Negative fallen - und schiebt den Stromverbrauch zuhause wann immer möglich automatisch in diese Zeitfenster. 

Flexible Stromtarife, die sich an den aktuellen Marktpreisen orientieren, setzen Anreize für Verbraucherinnen und Verbraucher, ihren Verbrauch in Zeiten hoher Erzeugung zu verlagern. Mit dem jüngst geschaffenen Paragraf 14a des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) wird es Netzbetreibern ermöglicht, flexible Verbraucher gezielt zu steuern und so die Netzstabilität zu erhöhen.

Herausforderungen und Chancen

Negative Strompreise bieten Verbraucherinnen und Verbrauchern die Möglichkeit, durch Anbieter wie 1KOMMA5° finanziell zu profitieren. Diese Preisentwicklungen stellen jedoch das Stromnetz vor Herausforderungen. Die Flexibilisierung des Netzes erfordert einen flächendeckenden Ausbau intelligenter Technologien. Smart Meter und Energiemanagement-Systeme spielen eine zentrale Rolle, da sie den Stromverbrauch in Echtzeit überwachen und steuern können. Solche Systeme ermöglichen es den Verbrauchern, gezielt zu Zeiten mit negativen Strompreisen Strom zu verbrauchen oder zu speichern. Energiemanagement-Systeme wie Heartbeat vernetzen energieverbrauchende Geräte im Haushalt und sorgen dafür, dass stets der günstigste und sauberste Strom genutzt wird.

Negative Strompreise motivieren Verbraucher, ihren Energieverbrauch anzupassen. Haushalte und Unternehmen, die flexibel auf Preissignale reagieren, tragen so zur Stabilisierung des Stromnetzes bei und profitieren von günstigen Strompreisen. Langfristig fördern negative Strompreise Investitionen in Speichertechnologien und flexible Netzlösungen, obwohl sie kurzfristig Verluste für Erzeuger bedeuten können.

Negative Preise sind daher ein Symptom einer positiven Entwicklung im Energiesektor, nämlich des stetigen Ausbaus regenerativer Energien. Sie bieten Verbrauchern und Unternehmen die Möglichkeit, von günstigen Strompreisen zu profitieren, sofern sie ihren Verbrauch der Erzeugung anpassen. Gleichzeitig erfordern sie technologische und infrastrukturelle Anpassungen im Energiesektor. Mit Lösungen wie den dynamischen Tarifen von 1KOMMA5° und intelligenten Energiemanagement-Systemen wie Heartbeat können die Stromkosten gesenkt und zur Stabilität und Effizienz des Stromnetzes beigetragen werden.

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